Lektion1.de

Sicherheitssysteme

Bremsanlage und Dauerbremsanlage

Abschaltdruck
Der Druck, bei dem ein System oder eine Komponente abgeschaltet wird, um eine Überdrucksituation zu vermeiden.
Betriebsbremsanlage
In modernen Nutzfahrzeugen mit Scheibenbremsen. Arbeitet mit Druckluft oder in Kombination mit Hydraulik.
Feststellbremsanlage — Handbremse
In modernen Nutzfahrzeugen als Federspeicher. Verhindert, dass sich ein geparktes Fahrzeug bewegt.
Hilfsbremsanlage
Hierbei handelt es sich um die Notbremse des Fahrzeugs.
Dauerbremsanlage
Verschleißfreie Bremse als Motorbremse oder Retarder. Entlastet die Betriebsbremsanlage. Weitere Ausführungen als Auspuffklappenbremse oder Wirbelstrombremse.
Drucklulftbehälter
Speichert die vom Kompressor erzeugte Druckluft.
Einschaltdruck
Druckregler schaltet ein, um die Bremsanlage wieder mit Druckluft zu befüllen
Entwässerungsventil
Ermöglicht die automatische Entwässerung des Luftbehälters, um die Druckluftbremsanlage vor dem Eindringen von Kondenswasser zu schützen und kann somit auch das Einfrieren verhindern.
Fremdbelüftungsanschluss
Ermöglicht externe Versorgung mit Druckluft.
Kompressor
Erzeugt die Druckluft, die für die Bremskraft benötigt wird.
Lufttrockner
Entfernt Feuchtigkeitspartikel aus der Druckluft, um zu verhindern, dass sie in das Druckluftbremssystem gelangen. Somit schützt er auch gegen das Einfrieren der Bremsanlage.
Mehrkreisschutzventil
Auch Vierkreisschutzventil, sichert einzelne Druckluftkreise gegeneinander ab und regelt die richtige Reihenfolge der Befüllung.

Die Versorgung der Radbremsen erfolgt über die Bremskreisläufe der Vorder- und Hinterachse. Somit kann ein Bremskreislauf niemals in einer Spur sondern nur achsweise ausfallen. Damit soll beim Ausfall eines Bremskreislaufes ein Schleudern verhindert werden.

Die Betriebsbremsanlage wird über zwei Verbindungen mit dem Anhänger gekoppelt. Über den roten Anschluss wird Druckluft zum Vorratsbehälter des Anhängers befördert. Über den gelben Anschluss werden vom Bremskraftregler des Zugfahrzeuges die Bremsen des Anhängers dosiert.

Reihenfolge beim Anschließen der Bremsanlage

Ankuppeln

  1. Bremsschlauch
  2. Vorratsschlauch

Abkuppeln

  1. Vorratsschlauch
  2. Bremsschlauch

Fahrerassistenzsysteme

ABS - Antiblockiersystem
Verhindert das Blockieren der Räder und das Fahrzeug bleibt kontrollierbar.
AEBS - Advanced Emergency Braking System
Notbremsassistent, ist ein halbautomatisches Bremssystem, das Kollisionen verhindern oder zumindest deren Folgen abmildern kann.
ALB - Automatisch Lastabhängige Bremskraftregelung
Optimiert die Bremskraft basierend auf der Beladung des Fahrzeugs und angepasst an die Straßenbedingungen.
ASR - Antriebsschlupfregelung
Verhindert das Durchdrehen der Antriebsräder beim Anfahren und beim Beschleunigen. ASR ist eine Erweiterung des ABS mit Hard- und Software, um einzelne Räder abzubremsen.
EBS - Elektronisches Bremssystem
Weiterentwicklung der Druckluftbremse und nutzt elektronische Komponenten, um die Ansprechzeit der Bremsen zu verkürzen. Integriert werden auch ABS, ESC und ASR.
ESC - Electronic Stability Control
Unterstützt den Fahrer bei der Bewältigung kritischer Fahrsituationen, wenn das Fahrzeug ins Schleudern gerät. Überwacht u.a. die Lenkradposition, die Radgeschwindigkeit und die Fahrzeugbeschleunigung.
ESP - Elektronisches Stabilitätsprogramm
Verbessert die Fahrstabilität durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder oder durch Reduzierung der Motorleistung, um das Fahrzeug wieder in die Spur zu bringen.
IVMS - Inside-Vehicle Monitoring Systems
Erfassungs- und Überwachungssysteme, Fahrzeugdaten: Geschwindigkeit, Bremsen, Beschleunigung, Kraftstoff, Motorleistung, Fahrerverhalten: Bremsen, Beschleunigen, in Kurven, Geschwindigkeitsüberschreitungen, Standortüberwachung: GPS in Echtzeit, Compliance: Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften (z.B. Lenk- und Ruhezeiten), Sicherheit: Potenziell riskantes Fahrverhalten
TCS - Traktionskontrollsystem
Verbessert die Traktion und Stabilität bei schwierigen Straßenbedingungen. Das System überwacht die Drehzahl der Räder und greift bei Bedarf ein, um das Durchdrehen der Räder zu verhindern und so die Haftung zu maximieren.

General Safety Regulation der EU — GSR

Einer Roadmap folgend, werden in verschiedenen Zeitstufen für neue Fahrzeugtypen bzw. Erstzulassungen Sicherheitsmerkmale vorgeschrieben. Die aktiven Sicherheitssysteme sollen den Fahrer unterstützen. Hauptziel ist die Verringerung der Zahl der Unfälle zwischen Lkw und ungeschützten Verkehrsteilnehmern, aber auch Verletzungsrisikos der Fahrer.

  1. Ablenkungserkennung
  2. Alkohol-Interlocks
  3. Geschwindigkeitsunterstützung
  4. Müdigkeitserkennung
  5. Notstoppsignal
  6. Reifendrucküberwachung in Echtzeit
  7. Rückfahrinformationen
  8. Informationssystem beim Anfahren
  9. Informationssystem für tote Winkel
  10. Unfalldatenschreiber “black box”
  11. Verbesserte direkte Sicht vom Fahrerplatz

Weitere Artikel

Aktion

Reaktion

Schreibe einen Kommentar oder schicke eine Nachricht.

Text
Absender
Verarbeitung

(Auswahl erforderlich!)

Versand